Auszüge aus Kritiken

"...Solid, ernst und grossartig..."
(New York Times)

"...ein bedeutender Pianist..."
(Washington Post)

"...ein großer Erfolg..."
(Corriere della sera, Rome

"...für die Bühne geboren..."
(The Observer, London)

"...brillant, ausdrucksstark und elegant..."
(Münchner Merkur, Munich)

"...großartig, aufregend....ein unvergesslicher Abend"
(Kultura, Wiesbaden)

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Christine E. Meier
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Fragen und Antworten

Peter PertisAuszüge aus einem Interview mit Peter Pertis im Künstler-Club in Budapest im Herbst 2007, wo dem Publikum und den Reportern Gelegenheit gegeben wurde, ihm Fragen zu stellen.

 

Was sind die Gründe für Ihr Comeback, nach einer Pause von fast 10 Jahren?

Es gibt im Leben vieler Pianisten einen Augenblick, wo er fühlt, dass er viele der Stücke, die er unzählige Male mit Leichtigkeit und Hingabe spielte, neu phrasieren möchte. Aber er spürt, dass er sich jetzt in die Motive und Töne vertiefen muss, ebenso wie in die Ereignisse im Leben des Komponisten; dass er eine neue Annäherung an die Stücke versuchen und sich auf Experimente einlassen sollte.

Ich erreichte dieses Stadium vor zehn Jahren, und da ich die Chance hatte, in vielen Ländern zu lehren und in wunderschönen Konzertsälen zu spielen, spürte ich, dass ich es mir leisten könnte, meine Gedanken für einige Zeit innerlich zu entwickeln und tiefer in Dinge zu graben, für die das normale Leben eines Konzertmusikers oder Lehrers nicht viel Zeit lässt. Eine Konzertsaison, wo ein Konzert auf das andere folgt, ist eine wunderschöne und begeisternde Sache; man bekommt jedoch dabei nie die Chance, jene Dinge zu tun, die ich soeben erwähnte, weil das Ruhe, Stille und viel Zeit verlangt.

Aber Ihre Frage zu beantworten, mit Freude habe ich die Konzerttätigkeit wieder aufgenommen, da ich die besondere Atmosphäre der Konzerte und die aufregende, geistige Herausforderung einer Live-Interpretation schon sehr vermisst habe.
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Im Wissen um die Stellung der Künstler in der heutigen Welt – darf ich Sie fragen, ob diese freiwillige Unterbrechung Ihnen finanzielle Verluste brachte?


Natürlich, es schließt ein gewisses Opfer ein, das ich jedoch gerne brachte, und ich spüre, dass ich glücklich war, das zu tun. Ich werde mich weiter nur von künstlerischen Überlegungen leiten lassen.

Hatten oder haben Sie noch‚Rollenbilder?

Meiner Meinung nach nehmen Rollenbilder in der Entwicklung einer Person einen wichtigen Platz ein. Wir ungarischen Klavierstudenten „wuchsen auf“ im Schatten von Annie Fischer und waren stark beeinflusst von der Kunst Svatoslav Richters. Ich persönlich bin ein großer Bewunderer der Kunst und der Wiedergaben von Rachmaninow und seines geistigen „Erben“ Horowitz. Ich denke, es ist sehr wichtig, sie zu erwähnen, weil sie herausragende Repräsentanten freien künstlerischen Ausdrucks sind. Nach den ersten Takten merkt man, dass man einem Menschen mit großer Geisteskraft zuhört. Und das, finde ich, ist das Wichtigste in darstellenden Künsten, sei es Musik, Theater oder etwas anderes.

Aber es gibt viele „Zeitgenossen“, die ich schätze und sehr liebe, zum Beispiel Argerich, Sokolow..... und viele andere. Und ich bin auch sehr am Fortschritt der jungen Generation interessiert.

Erzählen Sie uns von Ihrer Kindheit.

Wenn ich auf meine Kindheit zurückschaue, sehe ich – und das ist eigentlich überraschend – dass es eine sehr glückliche Periode meines Lebens war. Ich sage „überraschend“, weil es nach dem zweiten Weltkrieg war und gerade nach dem Tod meines Vaters als Opfer dieses Krieges. Als ich aufwuchs, bauten die Ungarn Budapest wieder auf und das ganze Land war für viele Jahre niedergedrückt und arm. Aber trotz aller Schwierigkeiten, dem Fehlen von Nahrung und Waren, war meine Mutter in der Lage, für mich zu sorgen und sie gab mir all die Liebe, die man sich nur vorstellen kann. Ihre Liebe und die Musik gaben mir einen wunderbaren Schutz gegen alle negativen Umstände.

Ich begann mit fünf Jahren Geige zu lernen, aber ein paar Jahre spätrer begann ich auch, Klavier zu spielen. Sehr bald wurde das Klavier meine Leidenschaft, was bald bemerkt und von meiner Mutter, meiner weiteren Familie und meinen Lehrern unterstützt wurde. Zusätzlich zu dem, dass ich gleichzeitig zwei Instrumente lernte, sang ich auch im Kinderchor der Ungarischen Staatsoper. So war ich ganz schön mit meiner Musik beschäftigt.... Das war sehr wahrscheinlich mein spiritueller Kanal, durch den ich mich ausdrücken konnte.          Nach oben

Erzählen Sie etwas über Ihre Familie.

Ich hatte eine musikalische Familie. Wir hatten seit mehr als 100 Jahren berühmte Musiker in der Familie. Und heute noch, in meiner Generation, gibt es international anerkannte Komponisten, Cembalisten, Pianisten und Geiger unter meinen Cousins, und mein Sohn Thomas ist ein klassischer Gitarrist. Ich habe auch zwei Brüder; einer ist Arzt (Internist) und der andere Architekt.

Sie werden sicher oft danach gefragt, aber wir möchten es auch wissen: Haben Sie einen Lieblingskomponisten?

Keinen, weil ich nicht fähig bin, einen herauszuheben. Aber so verwirre ich Sie nicht mit meiner Antwort: Ich bin glücklich, weil ich immer in den Geist und die Gedanken des Komponisten eintreten kann, den ich gerade in meinem Programm habe. Aber wenn ich eine Periode herausheben sollte, würde ich sagen, dass die romantischen Komponisten des 19. Jahrhunderts meinem Herzen am nächsten stehen und die Mehrzahl meiner Programme umfassen.          Nach oben

Brahms und Liszt

 

Uns wurde gesagt, dass Sie in Budapest und in Florida leben, in einer kleinen Stadt nicht weit von Palm Beach. Wo fühlen Sie sich mehr zu Hause?

Die Wahl würde mir schwer fallen. Beide Plätze sind auf ihre Art wunderschön. In Budapest habe ich alte Freunde, Kollegen und Verwandte, die Teil meiner Erinnerungen sind. In Florida habe ich viele relativ neue Freunde, die ich aber liebe, die Nachkommen von Amerikanern, Deutschen, Franzosen, Italienern und Griechen sind. Früher lebten wir in West Hardford, Connecticut, wo das Wetter dem in Ungarn ähnlich ist, so genieße ich jetzt Florida.

Was sind Ihre Hobbys?

Das Internet, lesen, Rad fahren, Tischtennis und lange Wanderungen an der Meeresküste. An der Meeresküste

 

Erzählen Sie uns über die Zeit, als Sie als junger Konzertmusiker begannen, die Welt zu bereisen.

Als ich viele Konzerte außerhalb Ungarns gab, war alles von Interconcert arrangiert. Ich musste nur dort sein, wo das Konzert war, rechtzeitig auftreten und spielen. Für gewöhnlich flog ich zwei Tage vor meinem Konzert von Budapest in die Stadt, wo das Konzert stattfinden sollte. Der Kulturattaché der Ungarischen Botschaft würde am Flughafen auf mich warten und mich zu meinem Hotel bringen.

Am nächsten Tag musste ich das Klavier ausprobieren und üben. Am folgenden Tag würde ich das Konzert geben. Meistens musste ich das Land am Tag nach meinem Konzert verlassen, weil mein Rückflug nach Budapest oder ein anderes Land bereits gebucht war. Kritiken der Konzerte kamen einige Tage später heraus; natürlich hatte ich da die Stadt schon verlassen. Aber ich kann Ihnen sagen, das hat mich nicht beunruhigt. Ich war damals jung und sorgte mich sowieso wenig um Kritiken... Interconcert erhielt sie und bewahrte sie auf. Meist wurde mir so etwas gesagt wie „Sie haben ein schönes Konzert in Mailand oder Prag oder Berlin gegeben.... Die Kritik war sehr gut.“ Und ich sagte "Ach – wirklich? Das ist gut. Dankeschön."       Nach oben

Auf Ihren Konzerttourneen müssen Sie einige „interessante“ Situationen erlebt haben. Würden Sie uns von einer erzählen?

Gerne! Eine, die mir gerade einfällt, war etwas, das bei einem der Konzerte während einer Tournee in Japan passierte. Es ist bekannt, dass japanische Manager die Szenerie des Konzertes mit großer Sorgfalt vorbereiten, das schließt auch das Klavier ein. Glücklicherweise kam ich eine Weile vor dem Konzert am Ort an, so hatte ich Zeit, das Klavier auszuprobieren. Und ich stellte mit Überraschung fest, dass die Tastatur so schlüpfrig war, dass ich kaum spielen konnte. Als ich fragte, was mit dem Instrument geschehen sein könnte, fanden die Organisatoren eine Weile keine Antwort. Ich glaube, sie dachten, ich hätte Selbsttäuschungen. Schließlich stellte sich heraus, dass ein neu angestellter Arbeiter – darauf bedacht, zu gefallen – die Tastatur sorgfältig mit der selben Politur gewischt hatte, die er für das glänzende Äußere des Klaviers verwendete. So spielte ich bei diesem Konzert auf einem anderen Klavier...
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